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Migration in biblischer Zeit

 

Migration kommt zu allen Zeiten der biblischen Geschichte vor. Die Formen der Migration ähneln sich mit den heutigen: Von opportunistischer Auswanderung, über individueller oder kollektiver Flucht aus Unterdrückung, über Armutswanderung, über Verschleppung und Umsiedlung bis zum Eroberungsfeldzug.

Hätten andere Länder und Völker den biblischen Menschen keine neue Heimat gewährt, wäre die bekannte Geschichte Israels und Jesu so nicht geschehen.

  • abraham250Abraham - suchte im fernen Israel seine Bestimmung.

    • Abraham zog von Ur in Chaldäa nach Haran in Syrien und schließlich nach Palästina, um dort ein gesegnetes Leben zu finden. Als Nomade arrangierte er sich mit den Bewohnern des Landes.

      • 1. Mose 12ff

  • Jakob - floh vor der Wut seines Bruders ins Nachbarland.

    • Jakob floh vor dem Zorn seines Bruders zu einem Verwandten aus Palästina nach Haran, wo er seine Familie gründete, ehe er nach Palästina zurückwanderte. Als Halb-Nomade war eine solche Wanderung für ihn einfach. Er musste sich jedoch in der Fremde unter den Schutz anderer Sippen stellen. Solcher Schutz wurde Jakob gewährt.

      • 1.Mose 27ff

  • Jakob und seine ganze Sippe - wanderten aus Not nach Ägypten.

    • Jakobs Sippe floh vor einer Hungersnot aus Palästina nach Ägypten. Dort war schon der Sohn Josef, der als Sklave nach Ägypten verkauft worden war und auf wundersame Weise zum Großwesir aufgestiegen war. Ägypten gewährte der Sippe Jakobs Asyl.

      • 1.Mose 42ff

  • moses2Die Israeliten - flohen wegen Unterdrückung nach Palästina.

    • Die Israeliten flohen vor Zwangsarbeit und Diskriminierung unter Führung des Mose aus Ägypten nach Palästina. Dort siedelten sie in unbewohnten Gegenden als Gäste des Landes. Später eroberten sie nach und nach das Land von den Kanaanäern.

      • 2.Mose, Josua, Richter

  • Die Juden - wurden von den Siegermächten verschleppt und umgesiedelt.

    • Die Juden wurden von den Assyrern aus dem Nordreich Israel verschleppt und vermischten sich mit anderen Völkern.

      • 2.Könige 17,1-6.24ff

    • Die Juden wurden aus dem Südreich Juda von den Babyloniern nach Babylonien verschleppt und siedelten sich dort in eigenen Siedlungen an. Sie erhielten ihre Identität und pflegten ihre Traditionen. Einige stiegen in der Babylonischen Gesellschaft bis in hohe Staatsämter auf.

      • 2.Könige 24f, Jeremia 29, Esther, Daniel

    • Eine Gruppe, zu der auch Jeremia gehörte, floh vor den Babyloniern nach Ägypten. Dort fanden sie Asyl. Sie waren Kriegsflüchtlinge.

      • Jeremia 43

  • Die Juden - wanderten vom Staat unterstützt in ihre Heimat zurück.

    • Die Juden wanderten unter persischer Vorherrschaft zurück nach Juda. Dort bauten sie das zerstörte Jerusalem und den Tempel wieder auf.

      • Jesaja 52/54, Esra, Nehemia

  • aegypten300Josef und Maria - fanden in Ägypten Asyl vor politischer Verfolgung.

    • Die Eltern Jesu flohen vor der politischen Verfolgung durch Herodes aus Israel nach Ägypten. Dort erhielten sie Asyl.

      • Matthäus 2

  • Die Urgemeinde - siedelte innerhalb des Römischen Reiches nach Syrien um.

    • Die ersten Christen wanderten aus Jerusalem nach Syrien aus, ehe die Stadt wegen des jüdischen Aufstandes von den Römern zerstört wurde. Innerhalb des Römischen Reiches war eine solche Migration möglich.

    • Die ersten Christen bewegten sich frei im Römischen Reich und konnten dort ihre Mission austragen und sich an anderen Orten ansiedeln. Allerdings trafen sie dort wegen ihres Glaubens unter Umstäden auf Misstrauen, Befremden und Ablehnung. Römischen Bürgern gewährte das Recht im ganzen Mittelmeerraum relative Freiheit und Freizügigkeit.

      • Apostelgeschichte, Briefe des Paulus

 

 

 

 

 

 


Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 18. Januar 2012 um 12:29 Uhr